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Schwarzkümmel fürs Pferd: Kraft für Haut, Atemwege und Immunsystem
Schon Pharao Tutchenamun und die Königsfrau Nofretete haben auf Schwarzkümmel vertraut. Die Superkraft der kleinen schwarzen Samen hilft unseren Pferden in vielfacher Hinsicht, und wir zeigen Ihnen in diesem Blogbeitrag, warum unsere biozertifizierten Reiter & Ross Schwarzkümmelsamen noch heute in Ihr Futtersortiment einziehen sollten.
Kümmel ist nicht gleich Schwarzkümmel
An Kümmel scheiden sich bekanntlich die Geister: Es gibt die Liebhaber und die Meider. Für die einen kann ein Menü nicht genug Kümmel haben und die anderen rühren ein Essen mit Kümmel gar nicht erst an. Schwarzkümmel dagegen hat mit dem bekannten Gewürz Kümmel nichts zu tun. Sie zählen zu unterschiedlichen Pflanzengattungen. Schwarzkümmel ist ein Hahnenfußgewächs, das hauptsächlich in Südeuropa, Westasien, Indien und Nordafrika wächst. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 50 bis 60 cm, hat eine lockere Behaarung, einen festen Stängel und eine blaue Blüte. Wem bei dieser Beschreibung direkt das Bild einer Kornblume in den Kopf kommt – ja, so in etwa sehen Schwarzkümmelpflanzen aus. Der botanische Name für den echten Schwarzkümmel lautet Nigella Sativa.
Freie Atemwege durch Schwarzkümmel
Sie hören Ihr Pferd in letzter Zeit öfter einmal husten, wollen aber nicht gleich die volle Chemie-Keule auspacken? Auch in diesem Fall, sollten Sie Ihrem Pferd Schwarzkümmel anbieten. Das Schwarzkümmel einen positiven Einfluss auf die Atemwege des Pferdes – und übrigens auch des Reiters bzw. der Reiterin – haben, hat Dr. Peter Schleicher nachgewiesen. In seinem Buch „Natürlich heilen mit Schwarzkümmel“ erläutert er ausführlich, wie die Inhaltsstoffe des Schwarzkümmels die körpereigenen Abwehrkräfte aktivieren. Und räumt gleichzeitig mit dem Vorurteil auf, dass sich Schwarzkümmel negativ auf die Leberaktivität auswirkt. Im Gegenteil: Seinen Erkenntnissen nach verbessert Schwarzkümmel die Leberfunktionen.
Fun Fact: Die schwarzen Körner auf türkischem Fladenbrot sind übrigens keine verbrannten oder schwarzen Sesamkörner, sondern Schwarzkümmel. Achten Sie mal beim nächsten Döner-Dinner darauf.
Dr. Schleichers Studien wurden angestoßen vom Pferd seiner Tochter. Das Tier litt schon einige Zeit an Asthma. Der letzte Ausweg wäre laut Veterinärmedizin Cortison gewesen. Doch diesem kollegialen Rat wollte Schleicher nicht folgen. Er suchte weiter und erhielt von einem seiner Kollegen aus Ägypten den Hinweis, dass Schwarzkümmel helfen könnte. Schleicher folgte dem Rat – mit Erfolg: der Zustand des Pferdes besserte sich nachweislich, es wurde beschwerdefrei. Seitdem ist der Nigella Sativa-Samen Objekt seiner Forschung.
Schwarzkümmelöl hält Zecken fern
Für die äußerliche Anwendung können Sie einfach ein wenig kaltgepresstes Schwarzkümmelöl mit Wasser mischen. Sprühen Sie Ihr Pferd mit dieser Mischung ein und gewähren Sie ihm damit Ruhe vor den fliegenden, stechenden Plagegeistern. Wichtig: Das Öl darf nicht in die Augen gelangen. Schwarzkümmelöl äußerlich angewendet, hält übrigens auch Zecken von Ihrem Pferd fern. Es verursacht einen Körpergeruch, den Zecken nicht appetitlich finden.
Nachgewiesen wurde diese These von Alexander Betz innerhalb des Schülerprojektes „Jugend forscht“. In 2014 wies er in seiner Projektarbeit die Wirksamkeit des Nigella Sativa-Samens gegen Zecken mit Hilfe seines Hundes nach. Dieser bekam seit einigen Wochen gegen seine Allergie Schwarzkümmelöl ins Fressen und wurde seitdem nicht mehr von Zecken belagert. Alexander Betz reicherte daraufhin in seinem Versuchgefäß Schweiß und Schweineblut mit Schwarzkümmelöl an. Seine Versuchtiere fing er im heimischen Garten mit Hilfe eines schweißgetränkten Handtuchs. Diese 30 Zecken beobachtete er für einige Zeit und stellte fest, dass sie ausschließlich zu den Versuchgefäßen krabbelten, die kein Schwarzkümmelöl enthielten.
Natürliche Insektenabwehr: Haut stärken mit Schwarzkümmel
Die kleinen schwarzen Samen der Pflanze enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die sich positiv auf den Organismus Ihres Pferdes auswirken können. Insbesondere im Sommer verleihen Sie mit dieser Zutat im Pferdefutter Ihrem Pferd eine starke Hautbarriere, die den Stichen von Insekten gewachsen ist. Bei Ekzemer-Pferden wird von Expert*Innen sogar die innerliche und äußerliche Anwendung empfohlen. Innerlich können Sie Ihr Pferd über unsere biozertifizierten Schwarzkümmel-Samen unterstützen. Inhaltsstoffe des Schwarzkümmels wie Beta-Carotin (Provitamin A), Biotin und Folsäure helfen dem Pferd eine starke, gut durchblutete Hautbarriere auszubilden. So ist Ihr Liebling den Angriffen der Kriebelmücken gefeit. Auch Pferde, die zu Mauke neigen, werden durch Schwarzkümmel optimal unterstützt.
Schwarzkümmel gegen Mauke
Besonders empfindlich ist die Haut des Pferdes im Fesselbereich. Die Evolution hat die Tiere daher mit Fesselhaaren zum Schutz gegen Wasser, Matsch und andere Umwelteinflüsse ausgestattet. Doch diese Haare werden gerade in den Übergangsjahreszeiten bei unbeständigem Wetter zur optimalen Brutstätte für Bakterien, Pilze und Milben. Sie sind die Hauptauslöser für die Hautkrankheit Mauke. Mauke wird gern auch als Fesselekzem bezeichnet, eine Entzündung der Haut im Fesselbereich. Häufig betroffen sind Pferde mit viel Kötenbehang (langen, dichten Fesselhaaren) wie Friesenpferde, Tinker und Shire Horses. Unter den langen Haaren sind Hautveränderungen häufig erst erkennbar, wenn die Entzündung schon weit fortgeschritten ist. Die guten Inhaltsstoffe unserer biozertifzierten Reiter&Ross Schwarzkümmel-Samen unterstützen Ihr Pferd von innen, die Haut zu stärken. Von daher hat sich Schwarzkümmel in der Therapie dieser Hautinfektion schon oft bewährt. Zur äußerlichen Anwendung kann unser Schwarzkümmelöl in den Fesselbehang und auf die gereizten Hautstellen aufgetragen werden.
WELCHE INHALTSSTOFFE HAT SCHWARZKÜMMEL?
Je nach Art und Wachstumsbedingungen enthalten die Samen des Hahnenfußgewächses Schwarzkümmel über hunderte gute Inhaltsstoffe, die den Körper auf natürliche Weise in seiner Funktion unterstützen, seine Abwehrkräfte stärken und die Verdauung fördern. Wir gehen in unserem Beitrag auf die wichtigsten und bekanntesten Inhaltsstoffe ein. Schwarzkümmel enthält unter anderem:
Provitamin A, Vitamin C, Biotin, Folsäure, Selen, Vitamin E, Magnesium, Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, darunter insbesondere zweifach ungesättigte Linolensäure. Sie zählt zu den wichtigsten Omega-Fettsäuren, da der Körper sie nicht selbst produzieren kann, sie aber für zahlreiche Stoffwechselprozesse essentiell ist. Linolensäure ist ein wichtiger Bestandteil der Epidermis (Oberhaut) und damit einer der Hauptbestandteile, die dafür sorgen, eine starke Hautbarriere auszubilden. Das Fellwachstum wird unterstützt, den Glanz gibt’s dazu. In den Muskelzellen sorgt Linolensäure für eine zügigere Regeneration.
Die kleinen Schwarzkümmelsamen enthalten also einen reichen Nährstoff-Cocktail, der sich positiv auf den gesamten Organismus des Pferdes auswirkt. Wir Menschen selbst sollten uns Schwarzkümmel das Öfteren auch auf die eigene Speisekarte setzen. Denn Schwarzkümmel beugt beim Menschen unter anderem Diabtes vor, lindert Heuschnupfensymptome, hemmt Entzündungen, senkt den Blutdruck und vieles mehr. Kleiner Samen, mit starker Wirkung für Pferd und Mensch also.
Sie können die biozertifizierten Schwarzkümmelsamen von Reiter&Ross bedenkenlos langfristig füttern. Wir nutzen für unsere Mischungen ausschließlich hochwertige Nigella Sativa Samen von unseren geprüften und biozertifizierten Lieferanten. Die Schwarzkümmel-Pflanzen wachsen in optimalen Verhältnissen auf und beinhalten daher eine hohe Dichte der wertvollen Inhaltsstoffe – ohne Zusatzstoffe. Wenn Sie Ihr Pferd zusätzlich äußerlich mit Schwarzkümmelöl pflegen wollen, empfehlen wir ausschließlich kaltgepresste Schwarzkümmel-Öle, da sich bei Dampf- oder chemischer Destillation toxische Stoffe bilden können. (ggu)