Welche Pferdeversicherungen brauche ich wirklich?

Welche Pferdeversicherungen brauche ich wirklich?

Beim Pferdekauf ist die Euphorie meist groß: Ein neuer Sportpartner, Freizeitkumpel und neues Familienmitglied wird Teil des eigenen Lebens. Spätestens aber, wenn die erste Euphorie verflogen ist, sollte sich jeder neue Pferdebesitzer die Frage stellen: Wie sollte ich mein Pferd versichern?

Denn, egal wie sehr man seinem Pferd vertraut, Unfälle passieren schnell. Schließlich sind die großen, majestätischen Lebewesen immer noch Fluchttiere und können auch mal unvorhersehbar reagieren. Ohne entsprechende Versicherungen sind das Kosten, die der Pferdehalter selbst tragen muss. Ähnliches gilt, wenn das Pferd erkrankt, sich verletzt und im schlimmsten Falle vielleicht sogar operiert werden muss.

Welche Versicherungen für Pferde und Reiter sinnvoll sind, worauf unbedingt geachtet werden sollte und welche Versicherungen auch getrost vernachlässigt werden können, beschreiben wir in diesem Blogbeitrag.

Vorab: Nicht alle Pferdeversicherungen sind für alle Pferdehalter sinnvoll

Es erklärt sich von selbst, dass eine Trächtigkeitsversicherung und eine Fohlenhaftpflichtversicherung nur für einen kleinen Teil der Pferdebesitzer sinnvoll ist. Wer nicht züchtet, wird genauso von solchen Versicherungen absehen können wie alle Wallachbesitzer. Ähnliches gilt für eine Kutschenhaftpflichtversicherung.

Unsere Top 3 Pferdeversicherungen

Von Versicherungen, die nur bedingt sinnvoll für Pferdehalter sind, zu jenen, die man unter keinen Umständen vernachlässigen sollte: Pferdehaftpflichtversicherung, Pferde-OP- und Pferdekrankenversicherung, Reiterunfallversicherung.

Pferdehaftpflichtversicherung: Ein Muss für Pferdehalter

Wenn es eine Pferdeversicherung gibt, die ohne Ausnahme wirklich jeder Pferdebesitzer abschließen sollte, dann ist dies die Pferdehaftpflichtversicherung. Sie greift bei Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden. Insbesondere Personenschäden mit Folgebehandlungen können schnell in die Millionen gehen. Bei der Wahl sollten Sie vor allem auf die Deckungssumme, die mögliche Selbstbeteiligung und die Absicherung von Reitbeteiligungen und Fremdreitern achten.

Pferde-OP-Versicherung und Pferdekrankenversicherung: Im Ernstfall abgesichert

Sollte Ihr Pferd erkranken, eine Operation benötigen oder vom Tierarzt behandelt werden müssen, sollten Sie sich nicht zwischen der Versorgung Ihres Pferdes und Ihrer finanziellen Situation entscheiden müssen. Beispielkosten: Kolik-Operation 3000–18000 Euro, Knochenbrüche ca. 4500 Euro, Zahnoperationen ca. 2000–6000 Euro, Augenoperationen ca. 4000 Euro. Zusätzlich kann eine Pferdekrankenversicherung planmäßige Kosten wie Wurmkuren, Impfungen und Tierarztbehandlungen übernehmen.

Reiterunfallversicherung: Weil der Reitsport gefährlich ist

Die Reiterunfallversicherung ist eine private Unfallversicherung, die speziell auf die Bedürfnisse von Reitern zugeschnitten ist. Im Gegensatz zu anderen Sportlern ist unser Sportpartner kein Mensch, sondern ein Tier, das auch mal unvorhersehbar reagieren kann. Eine gute Reiterunfallversicherung sichert Invaliditäts- und Todesfälle, Genesungsgelder bei Verletzungen, Bergungskosten von Pferd und Reiter sowie Heilkosten ab.

Spezialversicherungen: Besondere Pferdemenschen brauchen besondere Versicherungen

Neben diesen drei Top-Versicherungen gibt es eine ganze Reihe weiterer Versicherungen, die meist auf spezielle Personengruppen zugeschnitten sind. Wer sein Pferd gewerblich als Schul- oder Therapiepferd nutzt, sollte über Reitlehrerversicherungen, Schulpferdeversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen nachdenken. Wer mit teuren Pferden Turniersport betreibt, kann über eine Absicherung gegen „Unbrauchbarkeit" nachdenken. Wer züchtet, ist gut beraten, seine Zuchttiere speziell zu versichern.

Um das perfekte Versicherungspaket für Sie zu finden, sollten Sie sich von einem unabhängigen Experten beraten lassen.

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